Geschichte der VHSE

Die Geschichte der German Secondary School in Uganda beginnt in Deutschland. Genauer gesagt in Rostock, wo sich zwei Studenten, Anke Dreier und Marcel Horning, im Jahre 2006 dazu entschließen eine Schule in Afrika gründen und fördern zu wollen. Selber haben sie vor Ort, bei einem Praktikum an der Makerere Universität in Kamapala, erfahren wie schlecht das Bildungsangebot gerade im weiterführenden Bereich nach der Grundschule ist und zeitgleich machten sie ihre ersten Erfahrungen mit den zutiefst liebenswerten und manchmal ein wenig verrückten Ugandern. Diese beiden Eindrücke führten zu dem Herzenswunsch sich stärker zu engagieren und ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen.
So wurde im Jahr 2006 der mittlerweile umbenannte „Verein zur Förderung der German Secondary School in Kampala/Uganda e.V.“ gegründet. Im folgenden Jahr wurden in Deutschland Partner gesucht, Konzepte erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der Rostocker Universität eine Benifizgala veranstaltet.

Mit den gesammelten Geldern und einem fertig ausgearbeiteten Schulkonzept ging es Anfang 2008 zurück nach Uganda, um die Idee mit der afrikanischen Realität zu konfrontieren. Nach vielen Anstrengungen öffnete die GSSU im Februar 2008 das erste Mal ihre Türen. Das Schulgebäude war damals noch ein kleines gemietetes Gebäude, das liebevoll renoviert bis Ende 2010 die GSSU und das European Information Center beheimaten sollte.
Für das Schulmanagment konnten Robert Ngudo und Mariam Nabunya gewonnen werden, die sich bis zum heutigen Tag für die Schule einsetzen und an ihr arbeiten.
Von Anfang an bot die GSSU Scholarships für besonders talentierte Schüler an und so erfeuen sich mittlerweile 18 Schüler einer vollen Unterstützung seitens des Schulvereins.

Im Jahre 2010 führte der auslaufende Mietvertrag unseres Schulgebäude zu der Frage, wie es denn mit der Schule weitergehen sollte. Sowohl das ugandische Schulmanegment, als auch Anke und Marcel waren der Meinung, dass ein eigenes, gößeres Schulgebäude notwendig für die Fortführung des Projektes wäre. So kam das Angebot das Gelände der evangelischen Kirche von Uganda zu nutzen, welches direkt am Markt gelegen einen zentralen Anlaufpunkt in Entebbe bot, sehr gelegen. Es sollte uns allerdings auch vor neue Herausforderungen stellen. Mit Hilfe des Architekten Volker Bollig wurde ein Plan für das neue Schulgebäude erstellt und Ende 2010 mit dem Bau begonnen. Im Frühjahr 2011 zog die GSSU dann um und in ihr neues Gebäude ein. Dieses bestand damals noch aus nicht viel mehr als Wänden mit einem Dach drauf. Doch unverzagt wurde der Unterricht weitergeführt und es stellten sich, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, Erfolge ein. So absolvierte im Jahr 2011 unser erster Durchgang die Prüfungen zum ugandischen O-Level (ähnlich dem deutschen Realabschluss), die Schülerzahl stieg kontinuierlich, auf nunmehr 83 Schüler, die sich auf fünf Klassen aufteilen, und die Schule vergößerte Ruf und Bekanntheitsgrad nicht nur mit dem neuem, zentral gelegenen Schulgebäude, sondern auch mit Preisen beim deutschen Sprachfestival in Kampala, oder durch Auftritte der Schulband, oder der Theatertruppe. Außerdem gibt es seit 2011 jetzt auch eine Schülerzeitung an der GSSU, die vierteljährlich erscheinende „GSSU Exposed“.

 

2012 musste ein neues Dach aufgesetzt werden, und immer weiter stoßen die Bauarbeiten auf Probleme. Zum Schuljahresende ist jedoch schon ein Büro in der Schule verputzt und benutzt, die Front der Schule gestrichen und alle Räume besitzen Fenster und Türen. Von Schülerseite ist immer wieder Motivation zu erleben, ob eine alte Mauer eingerissen werden muss oder der Essensbaracke ein neuer Anstrich verpasst werden muss. Neben den Bauarbeiten haben die Schüler aber auch in anderen Hinsichten manchmal gezeigt, was in ihnen steckt. Viele Examen, Senior 6 beendet das Secondary Schulleben und ein Weiterleben der Angebote in Volleyball, Fußball, Theater, Band und Garten.

2013 fing sehr gut an, viele Bemühungen gingen in die Optik der Schule. Die Klassenräume bekamen einen neuen Fußboden, wurden neu verputzt und das zweite Office geht schon zum 2ten Term in Benutzung. Daneben stehen sehr konkrete Pläne für die Verputzung des restlichen Gebäudes, Regenrinnen und einen Hühnerstall. Mit letzteren Projekten wird der Garten, der in Kooperation von Voluntären und Schülern floriert, stark unterstützt. Die Band hatte erste erfolgreiche Auftritte und die Fußballelf scheitert leider im Viertelfinale des Fußballturniers der Schulen Entebbes.