Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Schulverein unterstützt 2016 das Malayaka-House in Uganda

Im Dezember 2015 beschloss die Mitgliederversammlung das Projekt eines ehemaligen Praktikanten des Schulvereins finanziell zu unterstützen. Walther Pietsch engagierte sich nach seinem Praktikum intensiv für das Kinderwaisenheim in Entebbe und gründete 2013 den Verein “Malayaka Haus & Freunde e.V.”, über den Spenden akquiriert werden, um neue Projekte vor Ort ins Leben zu rufen.

“Weiterführende Schule nur dank Paten”

Storkow (MOZ) Chaos auf den Straßen von Kampala, ständige Einbrüche, das Eröffnen eines Kontos ein Abenteuer, ebenso der Ersatz eines plattgefahrenen Reifens. Humorvoll schildert der Potsdamer Marcel Horning in seinem Tagebuch 2008 die Erlebnisse und Eindrücke der ersten Monate des deutschen Schulprojektes Uganda, die er auch in dem Buch “Chaosplanet Uganda” niedergeschrieben hat.

 

Dafür aber sind die Menschen dort “stolz, aufgeschlossen und freundlich”. Das wiederum hat Ruth Germershausen aus Philadelphia erlebt. Die ehemalige Lehrerin, die sowohl Marcel Horning als auch Anke Dreier-Horning in Storkow zum Abitur geführt hatte, war bereits dreimal in Uganda. Sie besuchte dort ihre zwei Patenkinder Esther und Salomo, die zu den ersten Schülern der unter der Leitung von Anke Dreier-Horning und Marcel Horning durch den Schulverein Uganda e. V. aufgebauten Victoria High School gehörten.

Zu einer Informationsveranstaltung “Uganda in Storkow”, die von den beiden durchgeführt wurde, kamen am Freitagabend auf die Burg rund fünfzig Besucher, vor allem die Patenklasse des Projekts, die das Schulgeld für eine Schülerin sammelt, sowie andere Paten und Unterstützer. Es ging zum einen um die “Begegnung mit dem Fremden”, zum anderen um einen Bericht über den heutigen Stand des Schulprojektes.

Ihre Erlebnisse bei der Begegnung mit dem Fremden trugen Marcel Horning und Ruth Germershausen als Deutsche in Uganda sowie Isaac Kanyoro, der seit vier Monaten einen Freiwilligendienst in Deutschland absolviert, als Ungandaer in Deutschland vor. Es waren lustige, inspirierende Geschichtchen, aber auch frustrierende, verstörende und Kopfschütteln hervorrufende. Auch Isaac Kanyoro brachte seine Zuhörer zum Schmunzeln, als er freimütig seine Erfahrungen mit der eigenen Unpünktlichkeit zum Besten gab, die in Deutschland gar nicht so gut ankam. Ruth Germershausen wiederum, die während ihrer Aufenthalte in Uganda auch Schulen und ein Waisenhaus besuchte, brachte ihre Erschütterung über ihre Eindrücke in dem Waisenhaus zum Ausdruck, in dem viele Kinder unter schweren Krankheiten leiden.

Anke Dreier-Horning und Marcel Horning hatten als Studenten Uganda besucht und festgestellt, dass es viele Grundschulen, aber nur wenige weiterführende Schulen in Uganda gibt. Der Hauptgrund für viele Familien, ihre Kinder nicht in eine weiterführende Schule zu schicken, sei das hohe Schulgeld. Der ursprüngliche Plan, kein Schulgeld zu erheben, sei allerdings nicht zu realisieren gewesen. Dafür komme es darauf an, Paten zu finden, die helfen, das Schulgeld für ihre Patenkinder zu finanzieren. Von nur einem reichlichen Dutzend Schülern am Anfang hat sich der Besuch auf 120 Schüler erweitert. Jährlich werden davon 15 als Patenkinder betreut, und neun Patenkinder konnten bereits zum Abitur geführt werden.

Der 2006 mit Sitz in Potsdam gegründete Verein, der unter anderem mit dem Verkauf von gespendeten Büchern in einem Vereinsladen Geld sammelt, hat sich auch für 2015 wichtige Aufgaben gestellt. Es gilt den Deutschunterricht zu stabilisieren, die Lehrerbezahlung abzusichern, ein Internat zu bauen und das Patenschaftsprogramm zu erweitern. Weitere Unterstützer werden also dringend gebraucht.

Infos: www.uganda-laden.de; schulverein.uganda@gmail.com

 

Quelle: MOZ vom 23.03.2015

Jahresrückblick

Liebe Mitglieder und Freunde des Schulvereins Uganda e.V.,

auch wir wünschen euch ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2015!

 

2014

Wir blicken auf ein durchwachsenes Jahr für die Viktorian High School Entebbe (VHSE) zurück, was jedoch entscheidend die Weichen für die Etablierung der Schule in Entebbe stellte.  Wie bereits im letzten Rundschreiben erwähnt, haben die Kosten der Schulregistrierung ein großes finanzielles Loch in die Schulkasse geschlagen, welches 2014 nicht gestopft werden konnte. Dies spiegelte sich unmittelbar in der Unterrichtsqualität wider und konnte bisher nur teilweise mit Einnahmen aus dem Uganda-Laden gestopft werden.

Dafür ist es Robert und Mariam gelungen, einen kleinen Bankkredit zu erhalten, der den Anschub zur Fertigstellung des zweiten Schulgebäudes gegeben hat.

Ebenso konnte die Kantine auf der Rückseite der Schule fertig gestellt werden. Hierfür danken wir abermals Johannes Wagners Mutter, die einen Spendenlauf in Rostock organisierte. Das darüber herein gespielte Geld hat diesen Bau finanziert.

Der große Raum des Gebäudes bietet zusätzlich die Möglichkeit, zukünftige Examen an der Schule abzunehmen. Somit können die jährlichen Kosten eingespart werden, die an andere Schulen zu entrichten waren, um unseren Schülern die Prüfungsabnahme zu ermöglichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor Ort

Im September bin ich nach Uganda geflogen, um mir ein Bild von der Schule zu machen. In den zehn Tagen habe ich intensive Gespräche mit den Lehrern, den Schülern, gesponserten Schülern und natürlich mit Robert und Mariam führen. Mir wurde schnell klar, dass sich die Schuladministration voll und ganz mit der VHSE identifiziert und die oft in Deutschland geschürten Sorgen nicht gerechtfertigt sind. Robert und Mariam initiieren neue Konzepte und Projekte und setzen alles daran, die VHSE über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen. So wurde aus einem über Jahre jährlich ausgetragenem Nachmittagsfußballturnier ein Fünftagesevent, welches zudem von unserer ehrgeizig trainierten Schulmannschaft gewonnen werden konnte.

In diesem Jahr ist ein von der VHSE ausgetragener Marathon geplant, der wiederum die Aufmerksamkeit auf unsere Schule lenken soll.

 

Ein städtisches Wasserversorgungsproblem und undichte Wassertanks, die unter dem Hauptgebäude Regenwasser auffangen und filtern sollen, stellt die VHSE vor Versorgungsproblemen. Daher ist eines der dringendsten Projekte die Bohrung eines Brunnens, der die Schule unabhängig vom anfälligen Wassernetz der Stadt macht und auf langer Sicht große Einsparungen bedeutet. Hierzu wurde ein entsprechender Ingenieur gefunden, der den Bau des Brunnens auf etwa 2.000 € beziffert. Wir nehmen hierfür gerne Spenden entgegen, die natürlich auch mit einer Spendenbescheinigung quittiert werden können. Bitte hierfür als Betreff “Brunnen” und die Adresse für die Ausstellung der Spanendbescheinigung angeben.

 

Gegenbesuch

Nach etlichen Anläufen einem Uganda den Besuch in Deutschland zu ermöglichen, konnte sich letztlich die Deutsche Botschaft in Kampala erweichen lassen, Isaac den Aufenthalt in Potsdam zu gestatten. Der ehemalige Schüler unserer VHSE leistet ein Freiwilliges Ökologisches Jahr an der NGO VENROB e.V.

Nach überwundenem Schock der Winterkälte in Deutschland, hat er sich unser neuer Mitbewohner mittlerweile sehr gut in Potsdam eingelebt und hofft nach der Ableistung des FÖJs im Sommer 2015 an einer Universität einen Ingenieurstudiengang belegen zu können.

“Hilfe für Schüler in Uganda”

Artikel, erschienen am 18. Juni 2014 auf der Internetpräsenz des 1. FC Köln

 

Üverall jitt et Fans vum FC Kölle – das dachte sich auch Schüler Daniel Lösch und bat die Stiftung 1. FC Köln um Mithilfe.

Er besucht derzeit die 11. Klasse des Ernst-Mach-Gymnasium in Hürth und belegt dort einen Biologie-Projektkurs. Der Schwerpunkt  liegt dabei auf nachhaltiger Arbeit und dem Klimawandel  in Entwicklungsländern. Als Daniel Lösch die Möglichkeit bekam, mit der Hilfsorganisation, „Schulverein Uganda e.V.“, nach Uganda zu fliegen,  wollte der Schüler nicht mit leeren Händen reisen. Das musste er auch nicht, denn die Stiftung 1. FC Köln unterstützte den Trip mit Sachspenden.

So hatte Daniel reichlich Geschenke des 1. FC Köln im Gepäck. Einen Monat lang besuchte er zwei Schulen und machte sich einen Eindruck vom afrikanischen Schulalltag. Erstes Ziel war die „Nursey and Primary School Entebbe“, hier wird sich vorrangig um jüngere Kinder gekümmert. „Dort haben wir das Schulteam mit einem Satz FC-Trikots und einem Ball ausgerüstet. Zusätzlich haben wir einige Fähnchen, des FC Kids Club verteilt. Was dazu führte, dass in wenigen Sekunden der ganze Schulhof mit überglücklichen kleinen Kindern überflutet war, die mit ihren FC-Fähnchen herumliefen“, so der Schüler.

Die zweite Station war die „Victorian High School Entebbe“. Für deren Fußball-Turnier spendete die Stiftung 1. FC Köln Fußbälle. Und auch der neue FC-Botschafter war zufrieden: „Die Kinder haben sich sehr über die Sachen gefreut und ich bin mir sicher, jetzt gibt es in Uganda ein paar mehr Anhänger des 1. FC Köln.“

 

Quelle: http://www.fc-koeln.de/news/

 

Vortragsabend am 17.März 2014 auf der Burg Storkow

Newsletter 2013

Liebe Mitglieder und Freunde des Schulvereins Uganda e.V.,
in diesem Jahr war es sehr ruhig um uns, aber das ist kein schlechtes Zeichen, sondern ein positives. Dinge laufen einfach, ohne große Anstrengung und Aufregung und das fühlt sich sehr gut an.

 

Neues von der Victorian High School Entebbe
Bei meinem Besuch im August 2013 war ich erfreut zu sehen, dass an der Victorian High School alle notwendigen Voraussetzungen für einen Schulbetrieb geschaffen wurden. Das sahen auch die Vertreter des Bildungsministeriums so, und damit erhielten wir im Mai die vollständige Registrierung der Schule und können nun auch an der Schule Examen durchführen. Dafür mussten noch einige Bauarbeiten getätigt werden z.B. ein Lehrerzimmer, ein Schulleiterbüro, ein Essensplatz und ein Labor. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Freiwilligen und dem Engagement unserer Kollegen, konnte das alles bis Mitte des Jahres umgesetzt werden. Dennoch müssen noch viele Baumaßnahmen durchgeführt werden, um das Gebäude auch wohnlich zu machen.

 

Beeindruckend an der Schule war die freundliche, fast herzliche Atmosphäre. Fast immer saßen Lehrer im Lehrerzimmer, die gerade einem Schüler Nachhilfeunterricht gaben und auch in den Abendstunden sitzen die Schüler in den Klassenräumen und lernen für ihre Examen. Für die Schüler ist es ein Lebensort geworden. „More than education.“ steht auf ihren Uniformen und dieses Motto erfüllt die Victorian High School in jedem Fall.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neues vom Uganda-Laden in Potsdam
Seit 10 Monaten gibt es nun unseren Vereinsladen in Potsdam-Babelsberg und er wurde sehr gut angenommen. Hier verkaufen wir Bücherspenden und Geschenkartikel. Wir haben eine feste Öffnungszeit am Samstag von 9.00 bis 13.00 Uhr. So haben wir die Möglichkeit mit Leuten ins Gespräch zu kommen und unsere Vereinsarbeit vorzustellen.

Wir suchen permanent Bücher-, CD-, DVD- und Schallplattenspenden. Auch über eine gelegentliche Aushilfe im Laden würden wir uns freuen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Vereinsarbeit
Das Weltwärtsfreiwilligenprogramm läuft im September 2013 vorerst aus, wir bieten jedoch weiterhin Kurzpraktika in Uganda an. Das Programm erforderte in den letzten Jahren einen sehr hohen Verwaltungsaufwand und wir erhoffen uns, in der Zukunft wieder mehr Zeit für unsere eigentliche Vereinsarbeit zu haben.
Derzeit prüfen wir jedoch die Möglichkeit, unseren ugandischen Abiturienten, die im Dezember 2013 die Schule beenden, einen Aufenthalt in Deutschland anzubieten. Viele von ihnen können gut bis sehr gut Deutsch sprechen und sind sehr motiviert und interessiert. Problematisch sind zum einen die Finanzierung und zum anderen die Ausstellung des Visa. Für Ideen und Anregungen sind wir sehr dankbar.

19 Schüler unserer Schule benötigen finanzielle Unterstützung, da sie das Schulgeld nicht bezahlen können. Wir suchen ganz dringend nach neuen Paten für zwei unserer Schüler aus der 8.Klasse. Es sind zwei Mädchen, die vorher in der Early Learning Primary School waren. Es ist eine Schule für Waisenkinder. Dank der Schulleiterin Agnes dürfen sie auch jetzt noch dort wohnen. Die Mädchen heißen Gloria und Mercy Grace und sind zwei intelligente und liebenswerte Schülerinnen. Das Schulgeld beträgt pro Schuljahr 405 € und kann monatlich oder 3x jährlich gezahlt werden. Die Kinder freuen sich auch über einen Brief- oder Emailsaustausch mit ihren Paten in Deutschland. Bei Interesse bitte eine Email an schulverein.uganda@gmail.com.

 

Vorhaben 2014
Die Klassenräume sind sehr klein und teilweise zu dunkel, weil sie provisorisch mit einer Spanplattenwand abgetrennt wurden. Mit dem jetzigen baulichen Zustand des Schulgebäudes können und wollen wir uns nicht zufrieden geben. Wir benötigen eindeutig mehr Platz. Daher möchten wir an unserem zweiten Schulbau weiterarbeiten und zwei große Klassenräume schaffen. Die Eltern aller Schüler haben bereits Gelder gesammelt, um den Zement zu kaufen. Aber sie brauchen unsere Unterstützung, um diese Kosten bewältigen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dafür bitten wir um Ihre/ Eure Unterstützung. Vielen Dank!
Schulverein Uganda e.V. Kto.: 200054945 BLZ: 13050000 Verwendungszweck: Bauspende

 

Anke Dreier-Horning

Freiwilligenblog Juli 2013

Anfang Juli fingen wir an der Victorian Highschool mit den Proben für das German Language Festival an. Ich hatte mich dazu bereit erklärt Lorenz bei der Vorbereitung der Senior two ein bisschen unter die Arme zu greifen und so bereiteten Lorenz und ich ein kurzes Stück über das Bundesland Baden-Württemberg vor, welches die Schüler eine Woche intensiv mit uns einübten. Am 07.07., einem Sonntag, war es dann so weit. Zu unserer großen Freude gewannen unsere Schüler auch und somit bekam man natürlich eine schöne Bestätigung dafür, dass sich die Arbeit wirklich gelohnt hatte.
Neben der Vorbereitung auf das German Festival, begann ich Anfang Juli auch damit an, einige Schülerinnen der Hilgard Primary School in Netball zu trainieren.
Bei einem Freundschaftsspiel gegen eine andere Grundschule schlugen sich meine Mädchen echt gut und gewannen auch, sodass ich relativ zuversichtlich war, was die Netball-Competition anbelangte, die bevorstand.
Leider, leider wurde der Tag der Netball-Competition zu einem Tag, an dem ich mich so aufregte und voller Wut letztlich den Platz verließ. Denn man hatte alle meine Mädchen disqualifiziert auf Grund von Unstimmigkeiten in Körpergröße und Gewicht in Bezug auf die vorgegebene Norm! Ich regte mich ganz fürchterlich darüber auf, da das ganze Training umsonst gewesen war und meine Mädchen auch völlig enttäuscht waren! Ich legte mich dann noch mit den Normrichtern oder wie man sie nennen möchte an, dass man hätte die Schulen über jene Normen ja vielleicht auch mal früher informieren können und das die Norm so oder so viel zu niedrig gesetzt worden war! Auch andere Schulen hatten das gleiche Problem.
Das, was mich zusätzlich aber so in Rage versetzt hatte, war die Ignoranz und in gewisser Weise Gleichgültigkeit meiner Lehrer über diese ungerechte Disqualifizierung. Das Thema wurde dann mit einem Einfachen: “It’s ok, we can bring some other girls from school!“ abgespeist. Jedoch hatte ich diese Mädchen ja überhaupt nicht trainiert und sie hatten überhaupt keine Ahnung von Netball. Ich musste mich im Übrigen auch erst mit all den Regeln und dem Ganzem drum und dran vertraut machen, da auch für mich diese Art von Sport neu war. Ich hatte wirklich viel Arbeit und zusätzliche Zeit in die Vorbereitung der Mädchen für die Netball-Competition investiert und dann war letztlich alles umsonst gewesen!

Ansonsten neigt sich die Zeit des Unterrichtens ja auch dem Ende zu. Ich schrieb jetzt in den letzten Stunden mit meinen Deutsch-Schülern noch ein Exam. Ansonsten wollte ich die letzte Zeit mit den Kindern lieber für kleine Spiele auf Deutsch verwenden. Gerade kürzlich brachte ich beispielsweise Früchte für die ganze P5 der Early Learning mit und wir spielten ein Ratespiel, bei dem man die Früchte bei verbundenen Augen erschmecken musste und dann auch auf deutsch mit richtigem Artikel zu benennen hatte. In meiner letzten Stunde mit meiner P2 ließ ich ihnen eine Geschichte vor, zu der sie ein Bild zeichnen sollten. Das hat ihnen total gefallen.

Gefühlstechnisch ist es ein Chaos! Dass es tatsächlich nur noch 40 Tage sein sollen, bis wir nach Deutschland zurückkehren sollen, beängstigt mich. Auf einmal geht alles so schnell und ich kann nicht fassen, dass ein Jahr tatsächlich schon sehr bald vorbei sein soll. Ich werde dementsprechend versuchen die letzte Zeit noch so gut wie möglich zu genießen. Reisen werde ich wohl nicht mehr. Lieber die Zeit noch in Entebbe nutzen.

 

von Marleen

Freiwilligenblog Mai 2013

Ugandischer Mai…

Mit viel Abwechslung ging der Mai zu Ende – viel zu schnell.
Alles begann sehr hektisch und arbeitsintensiv mit den Vorbereitungen für ein Benefizkonzert in Deutschland. Ich wurde von Jakob angefragt, ob es möglich wäre für die Veranstaltung zwei kleine Clips über die Victorian High – und die Children Welfare School zu drehen. Also zückte ich die Kamera und ging auf Bilderjagt. Darauf folgte das Zusammenschneiden und Einfügen von Informationen, wobei ich tatkräftig von Valentin unterstützt wurde. Es ist nicht einfach ohne eigenen Laptop an einem Projekt zu arbeiten, bei dem man definitiv einen Computer braucht. Nach ein paar Tagen harter Arbeit waren beide Filme fertig.
Ich werde sie sehr bald hochladen, wenn ich Zeit und schnelles Internet finde, damit ihr euch ein Bild machen könnt.
Anschließend ging es ans Gestalten einiger Flyer; ebenfalls für das Konzert. Wenige Tage vorher konnte ich alles fertigstellen.
All die Arbeit hatte sich gelohnt. Viele Leute bekamen großes Interesse in die Schulen und unsere Projekte. So großes Interesse, dass mehr als 2000€ gespendet wurden. Das Geld wurde geteilt und auf beide Schulen verteilt. Die Victorian High School bekam endlich das lang ersehnte Wasserrinnen- und Tanksystem. Der Children Welfare School wurden die umgerechnet ca. 3.000.000UGS zur freien Verfügung gestellt. Höchstwahrscheinlich wird damit ein neues Haus gebaut, um mehr Schülern eine Unterkunft bieten zu können.
Die Ferien in Uganda waren schon längst angebrochen und so ging es mit Albert, Jakob, Lorenz, Rebekka, Robin und Saskia auf Reise um den Norden Ugandas zu erkunden. Es waren schöne Tage mit den anderen Volontären. Direkt im Anschluss bekam ich Besuch aus Deutschland. Meine Mama und Anne kamen den weiten Weg nach Uganda. Es waren wertvolle und interessante Tage mit den Beiden. Wir genossen tolle Tage in der Nähe von Fort Portal und Umgebung.
Meine Schule sollte am 27.05 wieder beginnen, doch überraschenderweise fand ich sie abgeschlossen, leer und verlassen vor. Da ich keine Informationen bekommen habe, gehe ich einfach davon aus, dass sie kommende Woche beginnen wird. Ein genialer Zufall, denn nun habe ich genügend Zeit mich um das Newspaper der VHS zu kümmern und einige andere kleine Angelegenheiten fertig zu stellen.
Voller Vorfreude und Tatendrang schaue ich dem Juni entgegen.
Wenige Monate trennen mich noch von Deutschland. Man kann den Abschied schon fühlen. Mit jedem Tag wird mein Herz etwas schwerer – dieses geniale Jahr wird zu Ende gehen. Ich werde gewachsen und reifer vielen wertvollen und wichtigen Erfahrungen nach Hause zurückkehren. Grund mehr, die letzten Monate auszukosten und jede Minute zu genießen.

 

von Elias

Freiwilligenblog April 2013

Der April begann mit der erfreulichen Überraschung, dass wir endlich Strom an der Hilgard Primary School hatten. Eigentlich war zu erwarten, dass es sich noch etwas hinzuziehen würde, aber dann war der Strom glücklicher Weise erstaunlich schnell da. Dies ist sehr positiv für Albert und mich, da es den Computerunterricht um einiges erleichtert. Zuvor waren wir immer gezwungen gewesen zum Haus unserer Headtecherin zu gehen mit den Schülern, um dann in ihrem Wohnzimmer die Computerstunden abzuhalten.
Nun können wir das ganz einfach an der Schule in zu mindest einem Raum machen und jeder Schüler hat auch genügend Platz zum arbeiten. Wenn wir nun statt nur drei Computern fünf oder sechs hätten, wäre der Computerunterricht auch noch richtig effektiv!
Ein weiteres Projekt an der Hilgard Primary School war in diesem Monat das Streichen der Klassenräume von P4 bis P7. Als ich eines Morgens sah, dass man einen Raum gestrichen hatte, erfragte ich bei meiner Schulleiterin, was mit den restlichen Räumen sei und als sie meinte, dass sie für die restlichen Räume kein Geld hätte, bot ich ihr an mittels meines Materialgeldes und einiger Unterstützung aus Deutschland die Kosten für die restlichen Räume zu übernehmen.
In den jetzt beginnenden Ferien werden die Räume fertig gestellt.

Im April mussten wir eine Menge Leute verabschieden, die lange Zeit im Malayaka House verbracht hatten und mit denen ich persönlich auch immer viel Zeit verbracht habe. Seither ist es etwas ruhiger im Malayaka House geworden, aber neue Volontäre werden auch bald wieder erwartet. Das ändert natürlich wenig daran, dass die Kinder trotzdem beschäftigt werden wollen und so gibt es auch noch immer genauso viel Beschäftigung hier.

Jetzt wo schon Anfang Mai ist, wird mir bewusst wie sehr die Zeit rast! Und ganz im Unterschied zum Anfang meines Aufenthalts hier in Uganda, möchte ich gar nicht mehr zurück! Ich genieße das Leben hier sehr und möchte nicht, dass es in 4 Monaten nun doch schon wieder vorbei ist..

 

von Marleen

Freiwilligenblog März 2013

Nun ist Halbzeit vorbei, Endspurt zu sagen ist zwar nicht angebracht aber nichts destotrotz schreitet die Zeit vorbei. Ich kann auch fast sagen, dass mir das Zeit vorbeigehen am meisten zusetzt. Das liegt nicht unbedingt daran, dass ich unglücklich darüber bin, nach Deutschland zu gehen, es liegt daran dass mir nur noch ein halbes Jahr in Uganda bleibt. Viele Projekte fangen an zu laufen, allerdings hätte ich viel mehr Lust ein Teil der Vic High Band zu werden, als jetzt schon aufzupassen, dass sie später auch selbstständig werden, ich würde das neue Sportfeld gerne länger als nur ein Term genießen können und ich würde gerne das Gemüse ernten, was wir in den nächsten Tagen sehen werden. Auch wenn Uganda verlassen nicht heißt, Uganda zu vergessen, Uganda hinter sich zu lassen nagt das schon ein bisschen an mir und lässt die 6 Monate einerseits sehr kurz aber dann auch irgendwie lang erscheinen.

Ganz sicher bin ich mir aber, dass das ein sehr gesunder Prozess ist, immerhin genieße ich die Zeit hier trotzdem und habe Vorfreude, in Deutschland meine Wohnung für länger als 6 Monate einzurichten.

Gerade in den letzten Tagen habe ich viel überlegt, wieso die Arbeit plötzlich überall so gut läuft. Sicherlich hat das auch mit einem Lernprozess bei mir zu tun, der offensichtlich schon ein paar Früchte schlägt aber natürlich brauchen soziale Projekte einfach ihre Zeit sich zu entwickeln. Ich lerne immer mehr Namen von Schülern an meiner Schule, Schüler lernen mich in meiner antiautoritären Art zu respektieren und merken, dass Sportstunden besser laufen und mehr Spaß machen, wenn sie organisiert ablaufen und sie gewinnen Vertrauen zu mir, was gerade bei Musik sehr wichtig ist. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach einem halben Jahr immer noch sagen muss: Jetzt fängt alles an so richtig zu laufen, vielleicht sage ich das auch noch ein drei Monaten, aber so verwerflich und schlimm ist das nicht. Wichtig ist ja nunmal, das Dinge sich entwickeln und dafür ihre Zeit haben.

Zukunftsträchtigkeit meiner Arbeit stelle ich nicht bei allen aber bei den meisten Projekten als sehr wichtig fest. Vor allem dem Computerunterricht muss eine Zukunft ohne Voluntäre ermöglicht werden, weil die Voluntärsarbeit an der Queens leider nicht gesichert ist. Ich gebe den Lehrern Samstags Unterricht, auf einem Managementmeeting werden wir diskutieren, ob ein richtiger, zusätzlicher Computerlehrer von Nöten sein wird. Die Queens baut auch gerade einen neuen Raum, sodass ein Raum in Zukunft nur für Computer und Drucker zur Verfügung stehen wird.
Dass der Sportunterricht weitergeführt wird erhoffe ich mir stark, dass können wir wohl nur erreichen, indem wir den Lehrern zeigen, wie wichtig und unterstützenswert PE ist. Das neue Feld und für die Kinder erfüllende Stunden sind deshalb die beste Maßnahme.
An der Vic High habe ich im Bandleben Solostruktur eingeführt. Einzelne Schüler sind für einzelne Songs verantwortlich indem sie Solostrophen übernehmen. Einerseits wächst die Motivation dadurch enorm, wir arbeiten weit schneller und die Eigenverantwortlichkeit nimmt zu. Ich hoffe dass ich dadurch in Schülern eine noch stärkere Identifikation mit der Band fördere.
Den Garten habe ich vorbereitet, mache jetzt aber nichts mehr sondern warte darauf, dass von den Schülern Initiative kommt. Dass habe ich den Verantwortlichen, Ramadan und Okoth, auch schon gesagt. Neulich hat Ramadan auch eine Gewaltaktion gestartet, ich wollte ihm die Tage nochmal unter die Schultern greifen und dann hoffen, dass die Arbeit weiter gemacht wird.
Meinem Geigenunterricht, der Chorarbeit bei Waamokisa und dem Klarinettenunterricht bei Huyslinci Zukunft zu geben ist sehr schwer, allerdings trägt die Arbeit auch Früchte, wenn das Projekt nicht weitergeführt wird.

 

von Jakob